Tango libre

Der Tango ist ein Tanz, den es in vielen Variationen gibt. Dazu gehört der Tango Argentino, bei dem es sich um den ursprünglichen Tango handelt. Dies stammt aus den südamerikanischen Ländern Argentinien und Uruguay. Unter anderem gibt es dem Tango de Salon auch eine Stilrichtung des argentinischen Tangos. In Finnland hat man mit dem finnischen Tango dabei eine ganz eigene Richtung des Tangos. Ferner gibt es beispielsweise auch den spanischen Tango Andaluz, der auch in Tanzschulen gelehrt wird. Im Mittelpunkt des jetzt auf DVD erschienenen Filmes „Tango Libre“ steht dann auch eine Tanzschule, wo JC eines Tages auftaucht.

JC arbeitet in einem Gefängnis als Wärter, der dem Grunde nach keine Geschichte hat. Ursprünglich heißt er Jean-Christoper und wird von jedem JC genannt Sein Leben spielt sich hinter Regeln ab und ist somit sehr einfach. Dies bedeutet, dass er in seiner Arbeit als Gefängniswärter besonders korrekt ist. Sein Leben hat aus ihm mehr oder weniger einen Einzelgänger gemacht. Er hat auch keine Beziehung, in der Emotionen von Bedeutung sein könnten. Es gibt jedoch etwas, dem neben der Arbeit seine ganze Aufmerksamkeit gilt. Dabei handelt es sich um das Tango tanzen, dem er ziemlich regelmäßig einmal die Woche nachgeht. In einer der Stunden lernt er Alice kennen, während sie auch miteinander tanzen. Schon bald soll er Alice wieder treffen. Das ist am nächsten Tag der Fall, als JC auf Arbeit ist. Dort sieht er Alice im Gefängnis, wo sie im Besucherraum auftaucht. In diesem Moment hat JC allerdings Regeln zu beachten. Mit den Angehörigen aus einer Familie, von denen ein Mitglied im Gefängnis sitzt, dürfen sich die Angestellten vom Gefängnis nicht einlassen. Doch jetzt spürt JC das Verlangen, ein erstes Mal gegen alle Regeln zu verstoßen.

Für die Hauptrollen wurden Francois Damiens, Sergi Lopez und Jan Hammenecker verpflichtet. Sie folgten den Regieanweisungen von Frederic Fonteyne. Zu sehen ist der im Jahr 2012 produzierte Film in Deutsch und in Französisch mit den Tonformaten Dolby Digital 5.1 und Dolby Digital 2.0. Die deutschen Untertitel sind auf dem Bildformat von 16:9 Anamorph 1.77:1 zu lesen. Von der FSK wurde der 149minütige Film ab 12 Jahren freigegeben. Für die Veröffentlichung war Alive Film zuständig.

Aus dieser Idee ist eine recht interessante Geschichte geworden. JC lebt ein sehr ruhiges und auffälliges Leben. Er zeichnet sich durch seinen Hang zur Korrektheit aus. Doch plötzlich ist da jemand, der ihm zeigt, dass es auch noch ganz anders geht. Sie zeigt ihm eine Welt, die so ganz anders ist, als das was er bisher kannte. Und das ist ein Spiel mit den unterschiedlichsten Emotionen, die JC bisher so nicht kannte. Schließlich will er auch zum ersten Mal auferlegte Regeln nicht einhalten. Insgesamt ist das schon interessant inszeniert, weil es zeigt, dass es sich lohnt, dem Leben manchmal eine andere Richtung zu geben und neues kennenzulernen. Es gibt einige Passagen, wo es manchmal etwas zu langsam im Handlungsaufbau erscheint. Allerdings hat die Thematik einen recht reizvollen Charakter. (Marina Teuscher – 29.12.2013)

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