Wut

Es gibt in unserer Zeit eine Vielzahl von Problemen, die den Menschen das wichtigste überhaupt nehmen. Das ist die Freizeit. Mitunter konzentrieren sich die Leute dabei dann genau auf die falschen Beschäftigungen, da sie nicht genügend halt in anderen Beschäftigungen oder Hobbys finden. Welche Probleme das mit sich bringen kann, zeigt unter anderem der Film „Wut“, der im Jahr 2006 produziert wurde. Jetzt ist der Film auf DVD erschienen.

Simon Laub ist angehender Literaturprofessor und lebt mit seiner Frau Christa zusammen. Ihr Sohn Felix hat somit eine gute Basis, um aufzuwachsen. An Wohlstand und an Bildung fehlt es nicht. Zudem besitzt Felix auch eine hohe Begabung darin, wenn es um das Spielen vom Cello geht. Die Eltern könnten also rundherum zufrieden sein, wenn Sohn Felix nicht ein Geheimnis hätte. Dieser raucht hin und wieder Marihuana. Dadurch hat er auch Can kennen gelernt, dem er dieses des Öfteren abkauft. Da zeigen sich bereits größere Unterschiede zwischen Can und Felix, dem Bürgersohn aus gutem Hause. Dagegen hat sich Can einen Namen als Chef einer Straßenbande gemacht. Zudem ist Can der Sohn eines Gemüsehändlers und somit nicht ganz so gut wie Felix aufgestellt. So gibt es dann auch immer wieder Anlass zu Neid und Mißgunst zwischen den beiden Jungs. Dies zeigt sich beispielsweise auch darin, dass Felix eines Tages ohne seine neuen Turnschuhe nach Hause kommt. Schließlich hat die Gang von Can ihm die Turnschuhe abgenommen. Dies weckt die Neugier in Felix Vater, der davon ausgeht, dass ein Problem vorliegt. Er versucht das durch ein Gespräch zu regeln. Doch damit setzt sich langsam, aber sicher eine Spirale in Gang, die immer weiter eskaliert.

 

Neben Corinna Harfouch spielen August Zirner und Oktay Özdemir in den Hauptrollen mit. In weiteren Rollen sind Robert Höller, Ralph Herforth und Demir Gögköl zu sehen. Regie führte bei dem im Jahr 2006 produzierten Film Züli Aladag. Geschrieben wurde das Drehbuch von Max Eipp, während die Musik von Johannes Kobilke komponiert worden ist.  Mit Dolby Digital 2.0 Stereo wird der deutsche Tons des Films präsentiert. Auf Wunsch können die Deutschen Untertitel für Hörgeschädigte angewählt werden. Der 90minütige Film wird mit dem Bildformat 16:9 präsentiert.

Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, wozu unter anderem der Adolf-Grimme-Preis im Jahr 2007 gehört. Von der Filmbewertungsstelle erhielt der Film die Auszeichnung mit dem Prädikat „Besonders Wertvoll“. Ferner wurde der Film unter anderem mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Es ist schon ziemlich beeindruckend, eine solche Geschichte zu verfilmen und zu zeigen, wie leicht so eine Situation entstehen kann. Dabei zeigt der Film auch auf, dass es ein Patentrezept für solche Situationen nicht gibt. Beeindruckend zeigt sich dabei auch, wie sich Unterschiede zwischen den einzelnen Familien doch im Extremfall negativ auswirken können. Insofern ist es auch richtig, dass der Spielfilm mehrfach ausgezeichnet worden ist. Dabei ist es natürlich immer etwas schwierig, wenn ein Film mit Gewalt mehrere Auszeichnungen erhält. In diesem Fall ist es jedoch verdient, da der Film als ein Beispiel gelten kann, wie man doch auch der Gewalt entgegenwirken kann. Einige Beispiele sind in dem Film jedenfalls zu sehen, wenn man etwas genauer hinschaut, wie man die Entwicklung einer solchen Spirale vermeiden kann. (Marina Teuscher – 28.11.2013)

 

 

 

 

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