Die wilde Zeit

Es gibt viele Zeiten, die die Menschen nachhaltig geprägt haben. Dazu gehört ohne Zweifel der Zeitraum um das Ende der 60er und der Beginn der 70er Jahre. Sie waren tatsächlich recht wild und haben die Welt in viele Richtungen verändert. Dies galt insbesondere auch für die 68er Jahre, die in vielen Ländern Umbrüche verursacht haben. Ein besonders bekanntes Beispiel war der Prager Frühling, bei dem es im Frühjahr 1968 um die Liberalisierung und die Demokratisierung ging. So machten sich auch in den Folgejahren immer mehr Menschen daran, die Welt in anderen Ländern zu verändern. Einblick wird nun auch in Paris gewährt, das in dem Film „Die wilde Zeit“ jetzt im Mittelpunkt steht.

Es ist zu Beginn der 70er Jahre. Noch immer sind die Spuren zu merken, die die turbulente Zeit um das Jahr 1968 mit sich gebracht hat. Spürbar war diese Stimmung ja nicht nur in Paris oder in Berlin, sondern auch in vielen Regionen von Frankreich. Zu dieser Zeit ist der junge Gilles als Student unterwegs. Er spürt wie aufgeladen die Stimmung im Land ist, was auch gerade im politischen Bereich gilt. Auch kreativ ist in dieser Zeit ziemlich viel in Bewegung. Viele denken sich, dass es nicht schlecht wäre, der Gesellschaft eine neue Ordnung zu verleihen. Daher ist besonders auch bei den Freunden von Gilles das Engagement groß, eine neue Ordnung der Gesellschaft ins Leben zu rufen. Auf dem Wege durch die turbulente Zeit trifft er eines Tages auch auf Christine, die einen auch einen rebellischen Charakter hat. So stehen sie beide auf der gleichen Seite des Kampfes. Doch es gibt für Gilles noch vieles mehr zu entdecken. Er verliebt sich nicht nur in Christine, sondern findet auch den Weg zum Film und zur Malerei. Plötzlich liegen vor ihm so viele Wege offen, dass es wichtig zu werden scheint, Entscheidungen zu treffen, um seinen Weg zu finden.

Für die Hauptrollen wurden Clement Metayer, Lola Creton, Felix Armand sowie Andre Marcon und Carole Combes verpflichtet. Ferner sind unter anderem Hugo Conzelmann und Martin Loizillon in dem Film zu sehen. Sie folgten den Regieanweisungen von Olivier Assayas. Zu sehen ist der Film in Deutsch und in der Originalfassung mit dem Tonformat DTS-HD 5.1. Beim Bild liegt das Format 16:9 Anamorph 1.77:1 vor. Freigegeben wurde der Film von der FSK ab 12 Jahren. Veröffentlicht wurde der 121minütige Film vor wenigen Tagen von der EuroVideo Medien GmbH. Die Produktion erfolgte im Jahr 2012.

Als Extras wird unter anderem ein Making of auf der Blu-ray präsentiert. Außerdem gibt es eine Lightshow mit dem Titel „Fille qui Moussee“. Komplettiert wird das Bonusmaterial von dem Kinotrailer sowie mit einem Booklet mit Hinweisen auf weitere Kino-Highlights.

Ausgezeichnet wurde der Film beim Filmfestival in Venedig mit einem Preis für das beste Drehbuch. Der Film beschäftigt sich mit einer sehr bewegenden Thematik, wobei hier einiges ineinander fließt. Im Mittelpunkt stehen dabei hauptsächlich die Kunst und die Politik, jedoch auch die Sexualität. Das verknüpft sich alles in einer Geschichte, die zeigt, wie aufregend diese Phase des Umbruchs gewesen sein muss. Auf der einen Seite konnte man doch wohl fast alles erreichen, was man wollte, während man vieles heute nicht mehr so ganz unbeschwert macht. So konnte man auch ganz unbeschwert an neue Interessen herangehen. Auch als Gemeinschaft zeigen sie sich in dem Film zunächst als Einheit, weil sie alle die gleichen Ziele zu haben scheinen. Wie der Weg jedoch ist, bis Gilles erkennt, dass er seine eigenen Entscheidungen treffen muss, wenn er glücklich sein will, ist sehr interessant und beeindruckend aufgebaut. Daher sollte der Film auf jedem Fall mit in die private Sendeplanung mit aufgenommen werden. Es werden einige schöne Aspekte des Lebens deutlich, die die Menschen auch heute noch begleiten, die durch die gute Darstellung beeindruckende Unterstützung finden. Recht gut passt da auch das Cover ins Bild, das insbesondere die Menschen dieser Zeit in den Mittelpunkt stellt. (Marina Teuscher – 14.12.2013).

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