Der Preis des Todes

Wer sich für ein Studium der Medizin entscheidet, hat oft einen langen Weg vor sich. Dieses kann ja derjenige zum Beispiel auch in Österreich oder in den USA. Auch in Deutschland dauert es lange Zeit, bis das Medizinstudium abgeschlossen ist. Im Normalfall handelt es sich um 12 Semester sowie 3 Monate. Insgesamt besteht das Studium aus zwei Teilen, wobei es sich um den vorklinischen Teil sowie um den klinischen Teil handelt. Zu solch einem Studium möchte auch die Tochter von Cathy aufbrechen. Allerdings hält das Schicksal ganz andere Pläne für Cathy parat, wie sich auf dem inzwischen erschienenen Film zeigt.

Nun soll es bald so weit sein. Eva wird ans College gehen. Sie ist 20 und soll eine schöne Geburstagsparty von ihrer Mutter bekommen. Diese Party wird gerade von Eva’s Mutter Cathy vorbereitet. Alles kann so schön unbeschwert sein und soll schließlich auch ein Tag werden, der stets unvergessen bleibt. Das wird es auch garantiert, aber anders als Cathy es erwartet. Schließlich kommt Eva nicht nach Hause, was Cathy nervös werden lässt. Sorgen tauchen auf, die auch vor Richard nicht halt machen. Der frühere Mann von Cathy will natürlich auch den Geburtstag seiner Tochter mitfeiern. Allerdings kommt es dazu nicht mehr. Plötzlich müssen sie mit der Tatsache leben, dass sie ihr Kind verloren haben. Nachdem Cathy nämlich ursprünglich eine Vermisstenanzeige aufgeben wollte, erfährt sie ziemlich bald vom Verlust ihrer Tochter. Jedoch scheint der Täter nicht so schnell zu finden zu sein. Dafür haben Journalisten schon bald die Adresse von Cathy herausgefunden. Nun wollen diese natürlich über alles ganz genau Bescheid und sind schon bald an Cathy und Richard dran. Wer von den beiden das Interview gibt, soll dabei keine Rolle spielen. Doch sind das nicht die einzigen Probleme, die es gibt. Auch bei den Eltern ist Zeit wirklich kompliziert. Da ist einesteils Richard, der sich nun nochmehr Schuldvorwürfe macht. Andererseits ist da jetzt Cathy, die den Täter finden will.

In den Hauptrollen werden Patricia Kaas, Serge Hazanavicius und Raphael Boshart präsentiert. Verantwortlich für die Regie war Thierry Binisti. Komponiert wurde die Filmmusik von Thierry Westermeyer. Angeschaut werden kann der Film in Deutsch und in Französisch. Zu lesen sind die deutschen Untertitel auf dem Bildformat von 16:9 Anamorph 1.77:1. Freigegeben wurde der Film von der FSK ab 12 Jahren. Die Produktion des 89minütigen Filmes, der von der Edel Germany GmbH veröffentlicht worden ist, erfolgte im Jahr 2012.

Zum Bonusmaterial gehört ein etwa 36minütiges Making of. Außerdem gibt es eine Hörfilmfassung. So können Blinde und sehbehinderte Menschen den Film miterleben. Schließlich gibt es eine Audiodeskription.

Der Film besitzt sehr vieles, was extrem nachdenklich macht. Er besitzt wohl einige Seitenhiebe, die sich auf den Journalismus richten. Schließlich ist hier immerhin ein schweres Unglück geschehen. Doch statt dessen den Eltern die Chance gelassen wird, mit dem Unglück fertig zu werden, erfolgt eine Belagerung durch Journalisten, die alle Einzelheiten nur zu genau wissen wollen. Das es ganz besonders der Mutter dabei nicht gut geht, zeigt sich ganz schnell. Allerdings wird es geschickt gezeigt, wie die Mutter sich daran macht, den Täter zu finden. Und es wird auch gut gezeigt, wie Cathy auf den Weg macht, um ihr Leben neu zu ordnen. Dies sind allerdings nicht die einzigen Facetten, die den Film kennzeichnen. Leicht lässt sich der Film auch ein gewisses Maß an Kritik, da manche Journalisten nur halbherzig in unwichtigen Dingen recherchieren, während größere Fehler fast noch von ihnen schön geredet werden. Insofern ist die gesamte Geschichte mit all ihren kleinen Nebenhandlungen sehenswert inszeniert worden. (Marina Teuscher – 07.12.2013)

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